Christopher Schwerdts Molch- und Salamanderseite!

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Flora und Fauna in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde: Eine kommentierte Artenliste Teil 3

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3. Kommentierte Artenliste Teil 3: Tiere - Vertebraten

3.4 Vertebrata

3.4.1 "Pisces"

Balitoridae

Bachschmerle, Bartgrundel (Barbartula barbartula)

Merkmale: Spindelförmiger, ventral leicht abgeflachter Bodenfisch mit drei Bartelpaaren. Grundfarbe schmutzig-hellbraun, zuweilen dunkel marmoriert. Haut stark schleimig. Gesamtlänge bis 16cm.

Vorkommen: Größere Fließgewässer.

Häufigkeit: Scheint im Untersuchungsraum auf die Lenne beschränkt zu sein. Dort jedoch häufig.

Fundpunkte: 2004-2010: Lenne bei Einsal, immer wieder zahlreiche Exemplare bei Gewässeruntersuchungen nachgewiesen; 2010: Lenne bei Altenaer Wehr, viele Expl.; Literatur: Lenne zwischen Altena und Werdohl, vor 1900 (FEY 1991).

 

Cottidae

Groppe, Koppe, Kaulkopf, Rotzkopf (Cottus gobio)

Der Körper der Groppe ist besonders ventral stark abgeflacht, was den Strömungswiderstand erhöht und somit als Anpassung an das Überleben in schnellfließenden Gewässern gedeutet werden kann. Fundort: Zufluß der Fuelbecke-Talsperre, August 2007. Foto: Stephan Bürger.

Merkmale: Ventral abgeplatteter, bodenbewohnender Fisch mit großem, stark verknöchertem Kopf und sehr breitem, mittelständigem Maul. Brustflossen stark vergrößert. Grundfarbe hellbraun mit dunkelbraunen Flecken oder Streifen. Gesamtlänge bis 16cm.

Vorkommen: Bäche, Siepen und Kolke meist oberhalb der Forellenzone. Auch in schnellfließenden Bereichen. Häufig unter Holz oder Steinen anzutreffen.

Häufigkeit: Häufig.

Fundpunkte (Auswahl): 2006-2010: Zuflüsse der Fuelbecke Talsperre, großer, individuenreicher Bestand; 2010-2011: Brachtenbecke oberhalb Wendekreis, mehrere Exemplare.

 

3.4.2 "Amphibia"

Salamandridae

Feuersalamander, Erdmolch (Salamandra salamandra terrestris)

Adulter Feuersalamander vor einem Mauerfuß im Steinwinkel bei Altena. Foto: Chr. Schwerdt, 31.03.11.

Merkmale: Großer, gedrungener Landsalamander. In der Literatur angegebene Mindestmaße von 20cm werden im Untersuchungsraum wahrscheinlich nicht erreicht. Grundfarbe lackschwarz, parallel zur Rückenleiste zwei Reihen mehr oder weniger gerade verlaufender gelber Flecken, welche individuenspezifisch verschmolzen oder unterbrochen sein können. Parotiden groß, nierenförmig, mit kleinen schwarzen Punkte, welche Drüsenöffnungen markieren. Schwanz drehrund.

Vorkommen: Rotbuchenwälder, Siepen, Forstwegsäume. Regelmäßig auch in der halboffenen Landschaft sowie in Gärten. Laichgewässer: Quelltöpfe, kleinere Bäche, Viehtränken, wassergefüllte Wagenspuren auf Forstwegen, Gartenteiche.

Häufigkeit: Häufig. Lokale Bestandseinbußen durch Straßenverkehr und Fischbesatz seiner Laichgewässer.

Fundpunkte (Auswahl): 2004-2011: Steinwinkel, Siedlung und nördlich gelegener Siepen, großer Bestand, z.B. 31.03.11: 29 juvenile und adulte Exemplare bei Nachtbegehung nachgewiesen, 30.10.11: 9 juvenile und adulte Exemplare nachts im Schein der Taschenlampe aufgefunden, 2012 wahrscheinlich Bestandsrückgang, zahlreiche überfahrene Exemplare; 2008-2011: Siepen östlich Einsaler Walzwerke, großes Vorkommen, alljährlich mehrere hundert Larven.

Bergmolch, Alpenmolch (Mesotriton alpestris)

Männlicher Bergmolch fixiert seine Beute, eine Kaulquappe des Grasfrosches Rana temporaria. Fundort: Hallenscheid. Foto: Chr. Schwerdt, 29.04.11.

Merkmale: Mittelgroßer, robuster Wassermolch. Kopfvorderseite abgerundet, Kopffurchen fehlen. Unterseite orange oder orangerot, weitgehend ungefleckt, gelegentlich einige dunkle Flecken im Bereich der Kehlfalte bzw. Kopfunterseite. Oberseite in Wassertracht beim Männchen leuchtend blau, beim Weibchen graublau, oder aber graublau/grau-marmoriert. Männchen in Wassertracht mit niedriger, gold-schwarz gestreifter Rückenleiste sowie lateralen, permuttfarbenen  Bändern mit schwarzen Flecken.

Vorkommen: Wälder, Siedlungen und Offenlandbereiche mit eingestreuten Klein- oder Kleinstwässern.

Häufigkeit: Häufig.

Fundpunkte (Auswahl): 2004-2011: Oevenscheider Stall, Viehtränke, alljährlich in großer Zahl; 17.03.11: Hallenscheid, Feuerlöschteich: 5,4 Expl; 24.03.11: Klosterberg bei Neuenrade, 6,2 Exemplare in wassergefüllten Wagenspuren auf Forstweg.

 

Alytidae

Geburtshelferkröte, Steinklinke (Alytes obstetricans)

Männchen der Geburtshelferkröte mit Eischnüren. Beachte die Augen der Larven, welche bereits durch die Eihülle erkennbar sind. Fundort: Nachrodt-Einsal, April 2004. Foto: Norbert Raikowsky.

Merkmale: Kleiner, gedrungener Froschlurch mit dreieckigem Kopf und großen Augen mit schmalen, querstehenden Pupillen. Farbe einfarbig grau, Haut stark warzig. Parotiden klein.

Vorkommen: Kleingewässer unterschiedlicher Art mit benachbarten, röhren- und spaltenreichen Strukturen, z.B. Bruchsteinmauern, Forstwegböschungen, Wurzeltellern umgefallener Bäume, Kleinsäugerbauten, Unrat, verfallenen Gebäuden. Diese Landlebensräume liegen stets sonnig oder zumindestens halbschattig. Adulti im Spätfrühling gelegentlich unter flachen, besonnten Steinen zu finden.

Häufigkeit: Zerstreut, zurückgehend.

Fundpunkte: 2005: Gartenteich bei Neuenhaus, etwa 10 Rufer, 2007 noch ein Rufer, seit 2008 nicht mehr; 2004-2008: Folienteich Nähe Einsaler Walzwerke sowie naheliegende Mauerreste und besonnte Böschung, jährlich etwa 30-50 Rufer, Habitat im August 2010 weitgehend zerstört; 2008: Mühlenbachteich bei Altena-Mühlenrahmede: drei überwinternde Larven; 2005: Fuelbecke Talsperre und Umgebung, über 50 Rufer, 2008 noch etwa 10, 2010 noch einzelne; 2008: Gartengelände am Kohlhagener Weg, Altena: 2 Rufer; 2010: Viehtränke bei Kreinberg, mehrfach eine größere Anzahl Larven bei Nachtbegehungen festgestellt; 13.11.11: Vogelhenne, Viehtränke, 3 größere Larven bei Nachtbegehung nachgewiesen, Erstnachweis an diesem Gewässer, 10.01.12: eine größere Larve.

 

Bufonidae

Erdkröte (Bufo bufo)

Bufo bufo

Wanderndes Pärchen der Erdkröte im Amplexus. Beachte die auffällige, gold-rot schimmernde Iris der Tiere. Fundort: Strassenabschnitt zwischen Hallenscheid und Kreinberg, 24.03.10. Foto: Chr. Schwerdt.

Merkmale: Große, plump wirkende Kröte. Kopf vorne abgerundet. Pupillen waagerecht, Iris goldfarben bis rötlich. Parotiden groß. Farbe gelblich bis bräunlich, Haut stark warzig.

Vorkommen: Larven in stehenden und langsamfließenden Gewässern unterschiedlicher Art. Auch Talsperren und Fischteiche werden nicht gemieden. Umgewandelte Tiere in Laubwäldern, an Waldrändern und Forstwegböschungen, in offener Landschaft mit Hecken und Feldgehölzen sowie in Gärten.

Häufigkeit: Häufig.

Fundpunkte (Auswahl): 1998-2010: Fuelbecke-Talsperre und Umgebung: Große Population; 2008-2010: Lenneaue Einsal, immer wieder Exemplare unter Steinen, Mauerresten oder auch im Laichgewässer nachgewiesen, jährlich eine größere Anzahl Larven in einer ehemaligen Viehtränke; 2004-2010: Waldgebiet südlich Nettenscheid, immer wieder einzelne Exemplare unter Steinen oder nachts auf Forstwegen; 2009-2010: Strasse zwischen Wiblingwerde und Kreinberg, jährlich im Frühjahr zahlreiche Exemplare bei nächtlicher Wanderung zum Laichgewässer nachgewiesen.

 

Ranidae

Grasfrosch (Rana temporaria)

Der Grasfrosch ist farblich äusserst variabel. Hier ein braunes Tier mit dunkelbraunen Streifen und einzelnen dunklen Flecken. Fundort: Mühlenbachteich, Mühlenrahmede (Altena), März 2009. Foto: Chr. Schwerdt.

Merkmale: Großer, plump wirkender und farblich sehr variabler Frosch (KL bis etwa 10cm). Pupille waagerecht, Iris goldfarben. Haut glatt. Keine hervortretenden Parotiden. Charakteristischer brauner, langezogen dreieckig wirkender Schläfenfleck mit deutlich erkennbarem Trommelfell. Hinterbeine dunkelbraun oder schwarz quergestreift. Schnauze relativ stumpf.

Vorkommen: Laichballen werden in verschiedenen Kleingewässertypen abgesetzt. Adulti im Sommer in und an diesen Gewässern, ferner in Hochstaudenfluren, Feldgehölzen und Gärten.

Häufigkeit: Häufig, größere Populationen, die jährlich mehr als 100 Laichballen absetzen, haben jedoch abgenommen.

Fundpunkte (Auswahl): 2005-2010: Mühlenbachteich bei Mühlenrahmede, große Population (15.03.2009: 102 Laichballen); 2008-2010: Gartenteich bei Neuenhaus, kleines Vorkommen (30.03.09: 3 Laichballen); 2008-2010: Steinwinkel, Altena, Folienteich, kleine Population (07.04.10: 11 Laichballen).

 

3.4.3 "Reptilia"

Lacertidae

Waldeidechse (Zootoca vivipara Syn: Lacerta vivipara )

Merkmale: Kleine Eidechsenart mit meist dunkelbrauner Grundfarbe. Gesamtlänge bis ausnahmsweise 18cm. Halsband stark gezähnt, Rückenschuppen gekielt.  Z. vivipara im Vergleich zur im Letmather Raum vereinzelt vorkommenden größeren Zauneidechse außerdem mit spitzerem Kopf und ohne deren typische Augenflecke.

Vorkommen: Lichtungen, Kahlschläge, wenig bewachsene Forstwegböschungen und andere besonnte Saumbiotope, Bahndämme, Extensivgrünland, Kalk-Halbtrockenrasen.

Häufigkeit: Verbreitet und stellenweise häufig.

Fundpunkte (Auswahl): 2004-2009: Sohle des Kalksteinbruches bei Altena-Grünewiese, individuenreiches Vorkommen; 2009-2010: Südhang des Haunerts bei Altena-Nettenscheid, Forstwegböschungen und Kyrill-Flächen, immer wieder einzelne Exemplare nachgewiesen; 28.03.2012: Kohlberg bei Dahle, Kyrillfläche, 1 Jungtier sonnend auf Totholz.

 

Anguidae

Blindschleiche (Anguis fragilis)


Weibchen der Blindschleiche sonnt sich im Schutz der Vegetation. Fundort: Wertachtal, 17.06.11. Foto: Chr. Schwerdt.

Merkmale: Beinlose Echse mit beweglichen Augenliedern. Zunge nur leicht zweilappig, nicht tief gespalten wie bei Schlangen. Haut glatt, Kopf vom Körper nur wenig abgesetzt.

Vorkommen: Kahlschläge, Forstwegböschungen, Kalk-Halbtrockenrasen, lichte Laubwälder, Gärten.

Häufikeit: Häufig.

Fundpunkte (Auswahl): 2004-2009: Sohle des Kalksteinbruches bei Altena-Grünewiese, jährlich einige Exemplare unter Steinen und Holz nachgewiesen; 2006-2010: Gartengrundstück auf dem Nettenscheid, immer wieder wenige Exemplare unter Teichfolie und Rasenkanten; 24.08.11: Haunert bei Nettenscheid, lichter Traubeneichenwald mit Drahtschmiele, 1,0 semiadultes Exemplar unter Totholz; 26.08.11: Lanferschlade, Forstwegböschung, 0,1 semiadultes Exemplar unter totem Holz.

 

Colubridae

Schlingnatter (Coronella austriaca)

Merkmale: Unauffällige Schlange mit meist hellbrauner Grundfarbe und einer Doppelreihe dunkelbrauner Flecken auf dem Rücken. Pupille rund, Körperschuppen ohne Kiel. Keine auffälligen hellen Halbmondflecken am Hinterkopf.

Vorkommen: Kahlschläge, Forstwegböschungen, Gärten.

Häufigkeit: Vorwiegend an den Hängen des Lennetales. Genaue Häufigkeit unbekannt, da schwer nachweisbar.

Fundpunkte: 2003-2004: Südhang des Haunerts bei Altena-Nettenscheid, zweimal jeweils ein einzelnes Exemplar an versch. Forstwegböschungen nachgewiesen, danach nicht mehr; Juni 2003: Thomeestrasse, Altena, ein adultes Exemplar in einem Kellerschacht.

Barrenringelnatter (Natrix natrix cf helvetica)

Merkmale: Große, bis 1,50 lang werdende Schlange mit auffälligen, leuchtend gelben oder orangenen, halbmondförmigen Hinteraugenflecken. Kopf eiförmig, Grundfarbe grau bis graublau, meistens mit jeweils einer Reihe mehr oder weniger stark ausgeprägter schwarzer Balken an den Flanken. Diese Balken deuten darauf hin, dass die bei uns vorkommenden Exemplare phänotypisch überwiegend der Unterart Natrix natrix helvetica zuzurechnen sind.

Vorkommen: Gewässerufer, Bauernhöfe mit Hofteichen, Gärten. Kulturfolgerin.

Häufigkeit: Verbreitet und leichter nachzuweisen als die Schlingnatter, Häufigkeitsangaben werden sich dennoch kaum machen lassen.

Fundpunkte: Juni 2003: Ein adultes Männchen abends auf dem Nettenscheid-Zubringer aufgefunden; 2008-2010: Einsal, Gartengelände, regelmäßig ein einzelnes Exemplar beobachtet (Friedrich Petrasch, mdl. Mitteilung); Juni 2008: Dahle, Gartengrundstück, 1 juv. Exemplar; 23.07.2013: Werdohl, Lennestau Wilhelmstal, 1 Exemplar jagend im flachen Wasser.

 

3.4.4 Aves

Anatidae

Rostgans (Tadorna ferruginea)

Merkmale: Mittelgroße Gans, Körper rostbraun, Kopf gelb bis weißlich. Männchen mit schwarzem Halsring.

Vorkommen: Halboffene Landschaft mit eingestreuten, größeren und kleineren Wasserflächen. Brütet auch in Gebäuden.

Häufigkeit: Selten und unregelmäßig.

Fundpunkte: 2011 - 2013: Küntrope, Klärteiche und umgebende Feldflur, Regelmäßig wenige Exemplare, z. B.: 10.02.2011: 1,1 Expl.

Nilgans (Alopochen aegiptiacus)

Merkmale: Mittelgroße Gans mit verhältnismäßigen langen Beinen und rotbraunem Augenfleck. Brust beige, Unterseite jenseits des Brustbereichs grau.

Vorkommen: Halboffene Landschaft mit möglichst vielen Gewässern.

Häufigkeit: Zerstreut bis selten, da der Untersuchungsraum der Nilgans nur relativ wenige günstige Biotope bietet.

Fundpunkte: 2011-2013: Küntrop, Klärteiche und umgebende Feldflur, unregelmäßig wenige Exemplare, jedoch immerhin zeitweise bis zu zwei Paare, z. B.: 11.04.2010: 1,1 Expl., 10.02.2011: 1 Expl.

Reiherente (Athya fuligula)

Reiherente, Weibchen mit Jungen. Fundort: Küntroper Klärteiche. Foto: Wilhelm Waltermann.

Merkmale: Typische Tauchente. Männchen schwarz mit weißen Flanken, der herabhängende Nackenschopf hat der Art ihren Namen gegeben. Bei den Weibchen ist die Flanke leicht bräunlich, ein Nackenschopf ist jedoch ansatzweise ebenfalls ausgebildet.

Vorkommen: Größere Still- und Fließgewässer. Brut in Röhricht oder gewässernahen Hochstaudenbeständen.

Häufigkeit: Zerstreut, da im Untersuchungsraum nur wenige geeignete Gewässer vorhanden sind. Auf der Lenne nur spärlich vertreten.

Fundpunkte: 12.04.2010: Nachrodt-Einsal, Obergraben der Lenne bei den Einsaler Walzwerken, 4,2 Exemplare; 2009-2013: Küntrop, Klärteiche, ganzjährig einige Exemplare, z. B.: 20.06.2011: 14 Expl, 17.05.2013: 2,1 Exemplare; 2009 - 2013: Werdohl, Wilhelmstal, Lennestau, ganzjährig wenige Exemplare, z. B.: 16.05.2013: 1,1 Expl.

 

Strigidae

Waldkauz (Strix alcuo)

Merkmale: Großer, kompakt wirkender und großköpfiger Kauz. Spannweite meist um 90cm, Weibchen bis 98cm. Farblich variabel, Flügelunterseiten mit typischen weißen Tropfenflecken.

Vorkommen: Waldgebiete mit zumindest teilweise altem Baumbestand, Parks, Friedhöfe, größere Gärten. Dringt während der nächtlichen Beutesuche auch in Gründlandbereiche ein.

Häufigkeit: Häufigste Eulenart im Untersuchungsgebiet.

Fundpunkte (Auswahl): 2000-2008: Wälder zwischen Nettenscheid, Lissing und Buchholz, alljährlich mehrere Exemplare verhört, gelegentliche Sichtbeobachtungen, z. B. 08.11.11: mindestens 4 Expl. verhört, 10.01.12: 1 Expl. verhört Nähe Haunert bei Nettenscheid, 17.01.12: Lissing: mindestens 3 Exemplare verhört, 03.06.2014: 1 Expl. verhört; 2009-2010: Waldgebiet nördlich Steinwinkel bei Altena, immer wieder einzelne Exemplare verhört und/oder beobachtet.

Raufußkauz (Aegolius funereus)

Merkmale: Kleiner, jedoch äusserst großköpfiger Kauz. Gesichtsfeld auffällig hell und schwarz gerandet. Beiderseits des Schnabels mit schwarzen Federstrichen, welche ein wenig an einen Schnäuzer erinnern. Spannweite in beiden Geschlechtern bis etwa 60cm.

Vorkommen: Größere Waldgebiete mit ausreichend Altbäumen und im besten Falle vielen Schwarzspechthöhlen.

Häufigkeit: Vermutlich seltener als der Waldkauz, da weniger Nachweise vorliegend. Eventuell auch nur unregelmäßig im Gebiet vorkommend.

Fundpunkte: 2008-2010: Wälder zwischen Nettenscheid, Lissing und Buchholz, regelmäßig 1-2 Exemplare (Eigene Beobachtungen, Axel Ossenberg, mdl.); 10.10.2009: Wald zwischen Nettenscheid und Elverlingsen, 2 Exemplare von Hochsitz aus verhört, später Sichtbeobachtung. Verhörversuche in den Wintern 2010/2011 und 2011/2012 blieben erfolglos; 12.01.14, Evingsen im Bereich Wulferschlaa, alter Baumbestand, 1 rufendes Exemplar.

Uhu (Bubo bubo)

Merkmale: Sehr große Eule mit charakteristischen Federohren. Spannweite bis zu 188 cm. Aufgrund seiner Größe und den ausgeprägten Federohren im Untersuchungsraum mit keiner anderen Eulenart zu verwechseln.

Vorkommen: Kulturlandschaft mit Grünland, Wald sowie Steilhängen oder Steinbrüchen, die als Brut- und Ruheplätze benutzt werden.

Häufigkeit: Die Art kommt naturgemäß in geringerer Dichte vor als kleinere Eulenarten. Da sie unter Unfällen an Strommasten und direkter Verfolgung leidet, ist der Bestand wahrscheinlich geringer, als er es unter Idealbedingungen wäre.

Fundpunkte: 2011-2012: Nettenscheid, z.B.: September 2010: 1 Exemplar mehrfach verhört, 16.01.12 von 4:13 - ca. 5:00: ein Exemplar rufend auf Hausdach, ein weiteres in oberhalb gelegenen Fichten; 08.04.2012: Lissing, Buchenhochwald, 1 Expl. ruhend auf Ast, später abfliegend.

 

Phasianidae

Haselhuhn (Terastes bonasia)

Merkmale: Etwa taubengroßes, kompakt wirkendes Huhn. Oberseite rotbraun. Unterseite weiß mit schwarzen Federspitzen. Hahn mit charakteristischem schwarzem Kehlfleck. Tritt meist paarweise auf und verrät sich durch feine Pfiffe, welche Ähnlichkeiten mit der Stimme des Wintergoldhähnchens besitzen.

Vorkommen: Traubeneichen-Birkenwälder, Traubeneichen-Birken-Niederwälder, Kahlschläge mit Birken und Brombeeren. Benötigt sowohl Weichholz als auch einen gewissen Bestand an beerentragenden Sträuchern und Zwergsträuchern. Aufgrund des weitgehenden Verlustes dieser Lebensräume ist der Bestand dieser Art in NRW momentan sehr gering.

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: Um 1980: Tiefer Bach bei Nachrodt, unterholzreicher Wald, Anzahl der Exemplare ? (Friedrich Petrasch, mdl.); Um 1980 bis etwa 1995: Wälder und Schlagflächen zwischen Nettenscheid, Lissing und Buchholz, immer wieder wenige Exemplare (Axel Ossenberg, mdl.), mehrere Nachsuchen des Verfassers in den Jahren 2008-2014 blieben erfolglos.

Hinweis: Derzeit liegen keine aktuellen Beobachtungen der Art aus dem Untersuchungsgebiet vor. Aufgrund ihrer heimlichen Lebensweise ist sie allerdings sehr schwer nachzuweisen. Ein derzeitiges Vorkommen kann daher auch nicht völlig ausgeschlossen werden.

 

Accipitridae

Mäusebussard (Buteo buteo)

Der Mäusebussard ist ein typischer Bewohner der bäuerlichen Kulturlandschaft im Märkischen Sauerland. Foto: Wilhelm Waltermann, Balve-Höveringhausen.

Merkmale: Mittelgroßer, auf dem Boden gedrungen wirkender Greifvogel. Spannweite 113 - 128 cm. Flügel breit und im Vergleich mit dem ebenfalls im Gebiet vorkommenden Rotmilan relativ gerade. Schwanz kurz und am Ende abgerundet. Färbung uneinheitlich, auf der Unterseite oft heller. Neben nahezu einfarbig braunen sind braune Exemplare mit weiß-brauner Unterseite sowie weißliche Exemplare zu finden.

Vorkommen: Halboffene Kulturlandschaft mit Feldern, Wiesen, Feldgehölzen, einzelnen älteren Bäumen und kleineren Wäldern. Dringt bei gutem Mäuseangebot auch in den geschlossenen Wald ein.

Häufigkeit: Verbreitet. In abwechslungsreicher Landschaft relativ häufig.

Fundpunkte (Auswahl): 2009-2013: Altenaffeln, Feldflur entlang des Christine Koch-Gedächtnisweges, alljährlich einige Exemplare, z. B.: 17.05.2013: 1 Exemplar in frisch bestelltem Maisfeld auf Nahrungssuche. 24.05.2013: Nettenscheid, ein überfliegendes Exemplar beobachtet und verhört.

Sperber (Accipiter nisus)

Merkmale: Relativ kleiner, kompakt gebauter Greifvogel. Flügel im Vergleich mit Mäusebussard relativ kurz, abgerundet. Schwanz (Stoß) relativ lang. Brust charakteristisch quergestreift ("gesperbert"). Männchen mit braunrot-weißer, Weibchen mit schwarz-weiß gesperberter Brust. Zwischen Männchen und Weibchen besteht ein bedeutender Größenunterschied: Männchen etwa 60% kleiner als Weibchen und etwas kleiner als Turmfalke, von dem es im Flug durch die kürzeren und runderen Flügel sowie die gebänderte Unterseite zu unterscheiden ist.

Vorkommen: Waldgesellschaften mit hohen und alten Bäumen. Kommt auch in der halboffenen Kulturlandschaft vor, wenn zumindest einige ältere Bäume vorhanden sind. Dringt zur Nahrungssuche auch in Siedlungen ein und erbeutet dann zum Beispiel Vögel an Futterstellen.

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: 18.05.2013: Altenaffeln, Feldflur entlang des Christine Koch-Gedächtnisweges, 1 überfliegendes Exemplar (1,0).

 

Picidae

Schwarzspecht (Dryocopus martius)

Merkmale: Größte heimische Spechtart. Einfarbig schwarz, Männchen mit rotem Streifen in der Kopfmitte, Weibchen mit rotem Fleck auf dem Hinterkopf. Schnabel sehr lang.

Vorkommen: Buchenhochwälder mit eingestreuten, älteren Fichtenbeständen.

Häufigkeit: Verbreitet, aber nicht häufig, da große Reviere beanspruchend (Siegrfried Franke, mdl. Mitteilung).

Fundpunkte: 2010: Wälder zwischen Lissing, Nettenscheid, Buchholz & Heimecke, Bruterfolg, ein Bp mit mindestens 3 Jungtieren und 2 Höhlen (Axel Ossenberg, mdl., eigene Beobachtungen), 20.03.2012: 1 Expl. trommelnd und auf Nahrungssuche in Hainsimsen-Rotbuchenwald oberhalb Lissing beobachtet.

Grünspecht (Picus viridis)

Merkmale: Großer Specht, deutlich größer als Buntspecht, jedoch kleiner als Schwarzspecht. Oberseite auffällig dunkelgrün, Unterseite blaßgrün bis graugrün. Kopf mit auffälliger schwarzer Gesichtsmaske, welche beim verwandten, etwas kleineren Grauspecht nicht auftritt. Kopfoberseite und Nacken rot, Schnabel und Füße bleigrau. Jungvögel im Kopf- und Halsbereich sowie auf dem Vorderkörper mit weißem bis weißgrünem Grund und charakteristischer grauer Bänderung.

Vorkommen: Wälder mit älteren Bäumen, Schlagflächen und Lichtungen, Streuobstwiesen, Parks, Friedhöfe und größere Gärten. Da der Grünspecht auf Ameisen als Nahrung spezialisiert ist, ist er auf umfangreiche und regelmäßige Ameisenvorkommen (z. B. Waldameisen Formica rufa) in seinem Lebensraum angewiesen.

Häufigkeit: Unklar, da bislang nur wenige Nachweise vorliegen. Der Nachweis eines diesjährigen Jungvogels in 2014 läßt jedoch einen Bruterfolg annehmen. Laut Brutvogelatlas NRW hat die Art in den letzten 10 Jahren in NRW zugenommen und dringt vermehrt in die Mittelgebirge vor.

Fundpunkte: 09.06.2014: Neuenrade, Stadtrand, ein juveniles (diesjähriges) Exemplar nahrungssuchend in Fugen und Ritzen auf einem Bürgersteig; 02.08.2014: Altena, Nettenscheid, 1  Expl. auf der Suche nach Ameisen am Boden eines Brombeerbestandes.

Buntspecht (Dendrocopos major)

Buntspecht, Männchen. Foto: Wilhelm Waltermann, Balve-Höveringhausen.

Merkmale: Mittelgroßer Specht mit charakteristischer schwarz-rot-weißer Zeichnung. Unterschwanzdecken rot, vom sonst weißen Bauchgefieder deutlich abgesetzt. Länglicher, weißer Fleck auf den Flügeldecken. Männchen mit rotem Hinterkopffleck, der beim Weibchen fehlt. Schnabel mittellang.

Vorkommen: Laubwälder, Parks und größere Gärten.

Häufigkeit: Häufig.

Fundpunkte (Beispiele): 2014: Waldgebiet zwischen Nettenscheid und Lissing, ein Brutpaar mit mindestens einem Jungvogel, Höhle in einer alten Rotbuche; 02.08.2014: Nettenscheid, Siedlung, 1 Expl. überfliegend.

Kleinspecht (Dendrocopos minor)

Merkmale: Kleinste heimische Spechtart, etwa so groß wie Haussperling. Rücken mit charakteristischer schwarz-weißer Querstreifung. Männchen mit roter Kopfoberseite, Weibchen mit gelbem Stirnfleck. Bauch schmutzig weiß, Schnabel relativ kurz.

Vorkommen: Traubeneichen-Birkenwälder, Buchenhochwälder mit eingestreuten Siepen.

Häufigkeit: Wahrscheinlich verbreitet, aber oft übersehen.

Fundpunkte: 03.01.09: Lissingsiepen, Hainsimsen-Rotbuchenwald mit einzelnen Eichen und Birken, 0,1 Exemplar im Trupp mit Meisen und in abgestorbenen Buchenzweigen nach Nahrung suchend; 07.05.2014: Werdohl, Randbepflanzung des Rathausparkplatzes, 1,0 nahrungssuchend in Baumkrone.

 

Cinclidae

Wasseramsel, Wasserdrossel, Wasserstar (Cinclus cinclus)

Merkmale: Lustiger, starengrosser Singvogel. Habitus äusserst kompakt, Schwanz kurz. Kopf und Nacken schokoladenbraun, Rücken schiefergrau. Brust weiß. Sitzt gelegentlich auf Steinen oder Mauern und "knickst": die Kniegelenke werden gebeugt, sodass es den Anschein hat, als würde der Vogel Kniebeugen durchführen. Wasseramseln sind äusserst geschickte Schwimmer und Taucher.

Vorkommen: Größere Fließgewässer mit felsigem Untergrund und reich strukturierten Ufern.

Häufigkeit: Häufig im Lenne-und Rahmedetal. Im Nettetal seltener, da nur wenige geeignete Bachabschnitte.

Fundpunkte (Auswahl): 2007: Obergraben der Lenne Nähe Einsaler Walzwerke, 1 Brut zwischen Felsen, Bruterfolg; 2008-2010: Rahmedetal, alljährlich 4-5 Bruten, vor allem in Nistkästen, weiterhin zahlreiche Sichtbeobachtungen; 2012: Insgesamt 27 Wasseramselbruten entlang von Rahmede, Verse und Schwarzer Ahe.

 

Aludidae

Feldlerche (Alauda arvensis)

Merkmale: Unscheinbarer Singvogel, etwas größer als Haussperling. Oberseite weitgehend graubraun, Brust heller, dunkel gestreift. Die Streifen lösen sich zum weiß gefärbten Bauch hin allmählich auf. Die Feldlerche zeigt gelegentlich eine niedrige Federhaube.

Vorkommen: Offene bis halboffene Landschaft mit Äckern, Wiesen und Weiden.

Häufigkeit: Selten, abnehmend.

Fundpunkte (Beispiel): 18.05.2013: Feldflur südlich von Altenaffeln, vier singende Exemplare, davon 2 im Singflug.

 

Paridae

Kohlmeise (Parus major)

Kohlmeise auf Schlehenzweig. Foto: Wilhelm Waltermann, Balve-Höveringhausen.

Merkmale: Unverwechselbar aufgrund der weißen Wangenflecken und der schmutziggelben Brust mit schwarzem Mittelstreif.

Vorkommen: Laubwälder, Parks, Gärten. Einförmige Fichtenbestände ohne Altbäume werden gemieden.

Häufigkeit: Häufig überall dort, wo geeignete Nisthöhlen bestehen (Spechthöhlen, Nistkästen, Hohle Bäume etc.).

Haubenmeise (Parus cristatus)

Haubenmeise. Foto: Wilhelm Waltermann, Balve Höveringhausen.

Merkmale: Aufgrund der charakteristischen schwarz-weißen Federhaube in beiden Geschlechtern mit keiner anderen Singvogelart des Untersuchungsraumes zu verwechseln.

Vorkommen: Ältere Fichten-und Kiefernforste, Rotbuchen-Hallenwälder mit eingestreuten Nadelbaumgruppen. Besucht im Winter gelegentlich Futterstellen, jedoch weit seltener als andere Meisenarten. Zimmert ihre Bruthöhlen meist selbst in alte oder abgestorbene Nadelbäume.

Häufigkeit: Verbreitet, aber bei weitem nicht so häufig wie z.B. Kohl-oder Blaumeise.

Fundpunkte (Beispiel): 2004-2005: Altena, Waldgebiet Nähe Fuelbecke-Talsperre, jeweils ein BP in abgestorbener Kiefer; 10.03.2012: Lanferschlade, 1,1 Expl.. auf Futtersuche in Traubeneiche.

 

Fringillidae

Birkenzeisig (Carduelis flammea)

Merkmale: Kleiner, gedrungen wirkender Finkenvogel. Vorderscheitel auffällig karminrot. Kinnfeld dunkelgrau bis schwarz. Oberseite hell mit graubraunen Streifen.

Vorkommen: Ursprünglich Nadelwälder. Dringt im Winter auf Nahrungssuche in Siedlungen ein.

Häufigkeit: Selten. Tritt meist im Winter auf. Meistens einzelne bis wenige Exemplare in Trupps von Erlenzeisigen.

Fundpunkte: 27.02.2012: Nettenscheid, Futterstelle, 1 Expl. zusammen mit 14 Erlenzeisigen.

Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)

Merkmale: Stattlicher, gedrungener Finkenvogel mit dickem Schnabel. Brust beim Männchen auffällig rosenrot, beim Weibchen schwach ziegelrot.

Vorkommen: Fichtenmonokulturen, Weihnachtsbaumplantagen. Zur Nahrungssuche auch in Parks, Friedhöfe und Siedlungen anzutreffen.

Häufigkeit: Stellenweise, nicht häufig.

Fundpunkte (Auswahl): 2009-2013: Nettenscheid, Hausgarten, Futterstelle, alljährlich einige Expl., z. B. 02.03.2012: 1,1 Exemplare; 17.05.2013: Rand einer Fichtenkultur zwischen Altena und Neuenrade im Bereich Höllenstein, 2,1 Expl.

 

Emberizidae

Goldammer (Emberitza citrinella)

Goldammer in einem Feldgehölz östlich des Blintroper Weges. Foto: Chr. Schwerdt, 14.07.13.

Goldammer. Fundort: Balve-Höveringhausen. Foto: Wilhelm Waltermann.

Merkmale: Große und langschwänzige Ammer. Kopf gelb, Bürzel rostbraun. Weibchen im Gegensatz zu Männchen mit stärker gestreifter Brust. Ruft typisch mit langezogenem, wehmütigem Schlußton.

Vorkommen: Abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Insbesondere in Äckern (besonders Raps), Feldgehölzen oder in Kahlschlägen mit aufkommenden Brombeeren und Birken zu finden. Brütet in Feldgehölzen, Rapsfeldern, Ackerrandgesellschaften oder auf Kahlschlägen im Pionierstadium.

Häufigkeit: Häufig auf der Affeln-Mellener Hochfläche, ansonsten selten. Die Art hat in den letzten Jahrzehnten erheblich abgenommen. Fortschreitende Intensivierung der Landwirtschaft, Beseitigung von Hecken und Feldgehölzen sowie Mulchmähen von Hochstaudenstreifen entlang von Feldwegen sind als Rückgangsursachen anzunehmen.

Fundpunkte (Beispiele): 2009 -2012: Altenaffeln, Feldflur, einige Exemplare als Standvögel, z. B. 22.05.2011: 7 Expl, 22.06.11: 2 Expl; 09.05.2013: Windbruchfläche zwischen Altena und Neuenrade, 2 Exemplare verhört, 13.07.07: Feldflur östlich Blintroper Weg, Feldgehölz, zwei Exemplare beobachtet.

 

3.4.5. Mammalia

Soricidae

Zwergspitzmaus (Sorex minutus)

Merkmale: Kleine, gedrungen wirkende Spitzmaus. KL bis maximal etwa 6cm. Schwanz auffallend dick und relativ lang. Pelz dunkelbraun, Unterseite grau.

Vorkommen: Vorwiegend Gärten, Waldränder (?)

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: Juni 2008: Nettenscheid, Gartengelände in Waldrandlage, 1 Expl. von Katze erbeutet; 2008-2010: Nettenscheid, Gartengelände: alljährlich einzelne Exemplare in Lichtschacht oder im Garten unter Teichfolie nachgewiesen.

 

Erinaceidae

Braunbrustigel (Erinaceus europaeus)

Braunbrustigel, gefunden am Abend des 07.04.11 im Hausgarten meiner Eltern (Nettenscheid). Foto: Chr. Schwerdt.

Merkmale: Relativ großes, plump wirkendes Tier mit spitzer Schnauze und auffälligen, harten Stacheln auf Kopf, Flanken und Rücken. Zeigt in jedem Kieferast die ursprüngliche Bezahnung der Eutheria (3143).

Vorkommen: Vorwiegend Gärten, meistens in Siedlungsnähe.

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: Mai 2008: Krone eines Steinbruches zwischen Altena und Werdohl, Bälge und einzelne Stacheln am Luderplatz eines Uhus; 2010-2011: Nettenscheid, Gartengelände, immer wieder einzelne Exemplare im Schein der Taschenlampe nachgewiesen.

 

Muridae

Waldmaus (Apodemus sylvaticus)

Merkmale: Echte Maus mit relativ großen Ohren und verhältnismäßig sehr großen, hervorstehenden Augen. Schwanz lang, Hinterfüße oberseits weiß behaart.

Vorkommen: Gärten, Feldgehölze und Waldrandlagen in Siedlungsnähe.

Häufigkeit: Häufig.

Fundpunkte: 2008-2010: Nettenscheid, Gartengelände: Immer wieder einzelne Exemplare in Lebendfalle, unter Teichfolie oder abends in Blumenbeeten beobachtet; 27.11.2010: Vogelhenne, 1 Expl. in Brombeergestrüpp Nähe Umsetzerhäuschen.

Gelbhalsmaus (Apodemus flavicollis)

Die Gelbhalsmaus ersetzt die Waldmaus in größeren Waldgebieten. Der typische gelbe Halsbereich ist bei diesem Exemplar links andeutungsweise zu erkennen. Fundort: Wald Nähe Fuelbecke-Talsperre, 18.08.2007. Foto: Stephan Bürger.

Merkmale: Ähnlich Waldmaus, jedoch größer und mit gelblichem Halsband.

Vorkommen: Laubwälder.

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: 18.08.2007: Rotbuchenwald Nähe Fuelbecke-Talsperre, 1 Exemplar im Unterholz beobachtet.

 

Aktueller Stand: 180 Arten aufgenommen.

Falls Sie eigene Beobachtungen gemacht haben, die für diese Fauna und Flora interessant sein könnten, schreiben Sie mir doch eine Mail! ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

 

4. Literatur

DREES, Michael (1994): Funddaten von Wassertretern, Schwimm und Taumelkäfern aus dem Raum Hagen in Westfalen (Coleoptera: Haliplidae, Dytiscidae, Gyrinidae). Entomologische Zeitschrift mit Insektenbörse 4: 72-82.

FEY, Jürgen-Michael (1991): Das Lennegebiet zwischen Werdohl und Altena. Veröffentlichungen des Heimatbundes Märkischer Kreis. Kleine Reihe Nr.2. Altena - Zimmermann.

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 04. August 2014 um 12:20 Uhr