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Flora und Fauna in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde: Eine kommentierte Artenliste Teil 2

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3. Kommentierte Artenliste Teil 2: Tiere - Invertebraten

3.1 Crustacea

Gammaridae

Bachflohkrebs (Gammarus fossarum)

Merkmale: Typischer Flohrebs mit seitlich abgeflachtem Körper und in den Kopfpanzer eingebauten Augen. Zwei Paare langer Antennen, welche meist lebhaft bewegt werden. Innenast der Uropoden nur halb so lang wie Aussenast (vgl Gammarus pulex)

Vorkommen: Quelltöpfe, Siepen, größere Bäche. Meist unter Steinen oder zwischen Falllaub.

Häufigkeit: Stellenweise häufig.

Fundpunkte (Auswahl): 2007-2012: Ehemalige Viehtränke nahe Oevenscheider Stall bei Wiblingwerde, zahlreiche Individuen; 2009-2010: Heimecke, Altena, Massenvorkommen; 2008: Quellbach nördlich Nettenscheid, Altena, zahlreiche Individuen unter Steinen;  2008-2010: Steinwinkler Bach, Altena, großer Bestand.

Hinweis: Die Art ist mit einem Saprobienwert von 1,6 der verschmutzungsemfindlichste unter unsereren heimischen Gammariden.

Bachflohkrebs (Gammarus pulex)

Merkmale: Ähnlich G. fossarum, jedoch größer (bis 20mm). Innenast der Uropoden fast so lang wie der Aussenast.

Vorkommen: Fließgewässer, Kolke und Stillgewässer mit Zu-und Ablauf.

Häufigkeit: Insgesamt verbreitet und häufig, in manchen Siepen und Quellbächen jedoch fehlend und dann meistens durch Gammarus fossarum vertreten, mit dem er gelegentlich gemeinsam zu finden ist.

Fundpunkte (Auswahl): 2009-2010: Lenne bei Einsal: jeweils einige Exemplare unter Steinen, keine hohe Individuendichte; 2009-2010: Zufluß der Fuelbecke Talsperre, Altena-Mühlenrahmede: Bei verschiedenen Begehungen mehrere Exemplare unter Steinen nachgewiesen.

Hinweis: Gammarus pulex besitzt einen Saprobienwert von 2,1. Er ist auch in mäßig bis kritisch belasteten Gewässerabschnitten zu finden.

 

3.2  Insecta

3.2.1 Ephemeroptera

Gemeine Eintagsfliege (Ephemera vulgata)

Größere Larve der Gemeinen Eintagsfliege. Beachte die für Eintagsfliegen typischen Hinterleibsanhängsel. Fundort: Verse bei Werdoh-Kleinhammer. Foto: Chr. Schwerdt, 20.04.2013.

Merkmale: Eine der größten heimischen Eintagsfliegen. Flügel der erwachsenen Tiere (Imagini) durchsichtig mit typischer brauner Fleckenzeichnung. Imagini und Larven mit drei Schwanzfäden, welche bei den Larven allerdings wegen ihrer grabenden Lebensweise recht kurz sind. Hinterleibssegmente der Larven auffallend hell, hintere Hinterleibssegmente mit dunkler Zeichnung.

Lebensräume: Mittelgebirgsbäche der Quellbach- und Forellenregion. Die Art ist auf gute Wasserqualität angewiesen.

Häufigkeit: Stellenweise. Wird bei Bestandsaufnahmen wahrscheinlich oft übersehen, da sich die Larven im Boden einwühlen.

Fundpunkte: 01.06.2011: Altena, Steinwinkler Bach, Bachkolk, eine mittelgroße Larve; 20.04.2013: Werdohl, Verse bei Kleinhammer, eine größere Larve.

 

3.2.2 Odonata: Zygoptera

Platycnemidae

Gemeine oder Blaue Federlibelle (Platycnemis pennipes)

Merkmale: Zierliche Kleinlibelle. Tibien der beiden hinteren Beinpaare auffällig verdickt und beborstet. Körperfärbung der Männchen schwach blau, jene der Weibchen schwach grünlich oder gelblich.

Vorkommen: Auwälder und verkrautete Ufer größerer Fließgewässer.

Häufigkeit: unklar, da die Art leicht übersehen wird.

Fundpunkte: Juni 2005: Lenneauen bei Einsal, 1 Männliches Exemplar auf Vegetation sitzend.

 

Calopterygidae

Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens)

Merkmale: Große, auffällig gezeichnete und leicht nachweisbare Zygoptere mit sehr langen Beinen. Flügelspannweite bis 7 cm. Flügel der Männchen mit breiter, blauer Längsbinde. Weibchen mit relativ durchsichtigen Flügeln. Männchen revierbildend und im späten Frühjahr mit typischem, torkelndem und von Zeit zu Zeit unterbrochenem Flug oft kurz über der Vegetation.

Vorkommen: Imagini von April-Juni entlang von Fließgewässern und Talsperren, sofern die Ufer einen gewissen Verkrautungsgrad, im günstigsten Falle Hochstaudenfluren, aufweisen. Larven in gering bis kritisch belasteten Fließgewässerabschnitten.

Häufigkeit: Häufig in Tallagen und allgemein in der Nähe von Fließgewässern ab der Forellenstufe. Fehlt in kleinen Siepen und in Kammlagen.

Fundpunkte (Auswahl): 2006-2010: Lenne von Stortel bis Einsal, großes Vorkommen; 2010: Rahmede bei Mühlenrahmede, mehrere Männchen im schwankendem, unsteten Flug und auf Vegetation sitzend; 2008-2010: Ufer der Fuelbecke-Talsperre, zahlreichende umherfliegende Männchen.

Blauflügel Prachtlibelle (Calopteryx virgo)

Die Blauflügel-Prachtlibelle zählt sicher zu den schönsten Libellenarten des Sauerlandes. Fundort: Lenne bei Werdohl. Foto: Wolfgang Dunkel.

Merkmale: Insgesamt ähnlich Calopteryx splendens. Flügel der Männchen jedoch nicht mit blauer Binde, sondern insgesamt stahlblau gefärbt. Flügel der Weibchen auffällig dunkelgrün.

Vorkommen: Ähnlich Calopteryx splendens, beide Arten daher häufig syntop.

Häufigkeit: Verbreitet entlang größerer Fließgewässer, aber insgesamt deutlich seltener als Calopteryx splendens.

Fundpunkte: 2010: Lenneauen bei Einsal, ein Männchen auf Fallopia japonica, später abfliegend; 2010: Lenneufer Nähe Altenaer Wehr: 2,1 Exemplare fliegend und in Vegetation.

 

Coenagrionidae

Frühe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula)

Merkmale: Kleine, jedoch auffällig rot gezeichnete Zygoptere (KL etwa 35mm). Roter Längsstreifen entlang der Brust(Thorax-)segmente, weiter unten seitlicher gelber Streifen. Beine in beiden Geschlechtern schwarz.

Vorkommen: Imagini von Mai-Juli in der unmittelbaren Nähe diverser Klein-und Kleinstgewässer. Larven in diesen Gewässern.

Häufigkeit: Im gesamten Untersuchungsraum verbreitet und häufig.

Fundpunkte (Auswahl): 2006-2010: Gartengelände mit Gartenteichen auf dem Nettenscheid, zahlreiche Imagini; 08.05.10: Lenneauen bei Einsal, 2 Larven in einer Viehtränke.

Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella)

Merkmale: Die zweite im Untersuchungsraum anzutreffende Schlanklibelle kann etwas größer werden als Pyrrhosoma nymphula (bis 40mm KL). Das Männchen ist auf dem Körper relativ auffällig hellblau, das Weibchen grünlich gefärbt. Bei männlichen Exemplaren findet sich darüber hinaus auf dem ersten Thoraxsegment eine schwarze, hufeisenförmige Zeichnung. Larven auffällig grünlich gefärbt und mit dunklen Punkten auf dem Kopf.

Vorkommen: Auwälder und Grünland mit vegetationsreichen und möglichst besonnten Kleingewässern.

Häufigkeit: Die Art ist im Beobachtungsgebiet selten und vermutlich auf das Lennetal beschränkt.

Fundpunkte: 08.05.10: Lenneauen bei Einsal, 5 Larven bei Molchzählung in Viehtränke nachgewiesen.

 

3.2.3 Odonata: Anisoptera

Cordulegasteridae

Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltoni)

Cordulegaster-Larve im Größenvergleich mit einem Bergmolch. Fundort: Hallenscheid, Feuerlöschteich mit zu und Ablauf, 02.04.2012. Leider konnte nicht sicher festgestellt werden, ob es sich bei dem Fund um eine Larve von Cordulegaster boltoni oder Cordulegaster bidentata handelt.

Merkmale: Größte Libellenart des Untersuchungsgebietes. Imagini schwarz mit gelben Seitenstreifen auf dem Thorax sowie gelben Querstreifen auf dem Abdomen. Augen der Imagini berühren sich im Gegesatz zu den Libelluliden und Aeshniden in nur einem Punkt. Larve im Alter dunkel, breitköpfig, bis über 4cm lang. Flügelanlagen laufen distal auseinander, so das sie ein "V" bilden.

Vorkommen: Quellbäche und Siepen.

Häufigkeit: Unklar. Da mir von der Art aus dem Untersuchungsraum bisher erst ein einziger Nachweis bekannt geworden ist, ist sie entweder selten, oder zumindestens selten zu beobachten.

Fundpunkte: 09.03.11: Siepen östlich der Einsaler Walzwerke, eine größere Larve in Restwasserkolk nachgewiesen. Der Siepen selbst war zu diesem Zeitpunkt talwärts fast ausgetrocknet.

 

Libellulidae

Plattbauch (Libellula depressa)

Libellula depressa, Larve. Fundort: Kleiner und im Wesentlichen vegetationsfreiher Gartenteich auf dem Nettenscheid, 28.10.11. Foto: Chr. Schwerdt.

Merkmale: Große, massig wirkende Segellibelle mit auffällig verbreitertem Thorax und Abdomen. Hinterleib der Männchen mit einer hellblauen Wachsschicht bedeckt, welche bei alten Exemplaren verwittert sein kann. Hinterleib der Weibchen braun und zur Hinterleibsspitze hin schwarz. Beide Geschlechter mit schwarzen Flecken an den Flügelbasen. Die Larve ist äusserst gedrungen und besitzt einen auffällig würfelförmigen Kopf. Sie ist beborstet und beim Auffinden in der Regel mit Schlamm bedeckt (vgl. Abbildung).

Vorkommen: Die Imagini sind gute Flieger, allerdings nur selten in größerer Entfernung ihrer Laichgewässer zu beobachten. Oft sonnen sie sich stundenlang auf Pflanzen am Gewässerufer. Der Plattbauch gilt als Pionierart, jedenfalls sind seine Larven bevorzugt in flachen Gewässern mit zumindest teilweise lehmigem Grund anzutreffen. Daher profitieren sie von Gewässerentkrautungen durch Naturschutzmaßnahmen.

Häufigkeit: Verbreitet. Genaue Häufigkeit schwer festzustellen, da sich die Larven zeitweise eingraben.

Fundpunkte(Auswahl): 2008-2009: Viehtränke bei Vogelhenne, einzelne Larven; Mai 2010: Nettenscheid, mehrfach 1,0 in unmittelbarer Nähe eines Gartenteiches beobachtet; 23.09.10: Viehtränke bei Kreinberg, Eine größere Larve; 20.11.10: Viehtränke Nähe Oevenscheid, 5 größere Larven bei Teichentkrautung aufgefunden; 28.10.11: Nettenscheid, Gartenteich, Eine größere Larve.

Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum)

Merkmale: Kleinere, leicht gedrungen wirkende Anisoptere mit im männlichen Geschlecht auffällig blutroter Körperfärbung. Männchen darüber hinaus mit blutroter Stirn. Weibchen auf Thorax und Abdomen gelblich bis orange gefärbt. Beine bei beiden Geschlechtern durchgehend schwarz.

Vorkommen: Die Imagines sind sehr ausdauernde Flieger und treten erst spät im Jahr, meist in den Monaten Oktober und November auf. Man kann sie dann vorwiegend in Grünlandbereichen mit eingestreuten flachen, verkrauteten und besonnten Gewässern beobachten.

Häufigkeit: Selten (?).

Fundpunkte: November 2004: Lenneauen, Einsal, Ein Männchen in der Nähe einer stark mit Glyceria fluitans zugewachsenen Viehtränke beobachtet.

 

Aeshnidae

Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea)

Merkmale: Sehr große Libelle mit schlankem Hinterleib und einer Flügelspannweite bis zu 11 cm. Körperlänge bis 8 cm. Beide Geschlechter mit auffälligen, blaugrünen Schrägstreifen auf den Brustsegmenten. Larve im Gegensatz zu den Libelluliden rel. langestreckt. Kopf nicht würfelförmig, sondern vorne rundlich.

Vorkommen: Die Imagines fliegen ausdauernd und über lange Strecken, auch weit von Gewässern entfernt, z. B. über Forstwegen. Die Larven sind in fast allen erdenklichen Wasseransammlungen zu finden.

Häufigkeit: Im gesamten Untersuchungsraum verbreitet und häufig.

Fundpunkte (Auswahl): Literatur: Flächendeckend verbreitet (SCHLÜPMANN et. al. 2005).

 

3.2.4 Plecoptera

Perlidae

Rauten-Uferbold (Isoperla grammatica)

Merkmale: Larve graziler gebaut als jene der folgenden Arten, ohne Tracheenkiemen. Charakteristische Doppel-Rautenzeichnung auf der Kopf-Oberseite.

Vorkommen: Sauerstoffreiche Bäche bis zur Forellenregion. Verschmutzungsemfindlich (Saprobienwert 1,5).

Häufigkeit: Selten (?).

Fundpunkte: 28.04.11: Steinwinkler Bach, 3. Expl bei Fließgewässer-Exkursion nachgewiesen.

Großköpfiger Uferbold (Dinocras cephalotes)

Der großköpfige Uferbold ist eine beeindruckende Erscheinung sauberer Fließgewässer. Fundort: Zufluß der Fuelbecke-Talsperre, 18.08.07; Foto: Stephan Bürger.

Larvenmerkmale: Sehr große Steinfliegenlarve mit stark verbreiterten Thoraxschildern. Jedes dieser Schilder mit nicht immer deutlich erkennbaren, hellen Maserungen. Grundfarbe sonst dunkelbraun. Auffällige weiße Tracheenkiemenbüschel zwischen den Beinen.

Vorkommen: Fließgewässer mit geringem organischen Belastungsgrad (Saprobienwert 1,3). Dort häufig auf bzw. unter flachen Steinen.

Häufigkeit: Häufig.

Fundpunkte: 2007-2010: Zuflüsse der Fuelbecke-Talsperre, jährlich zahlreiche Exemplare nachgewiesen; 2010: Brachtenbecke oberhalb Wendekreis, großes Vorkommen; Literatur: Lenne oberhalb Elektromark (FEY 1991).

Großer Uferbold (Perla marginata)

Larvenmerkmale: Große Steinfliegenlarve, im Unterschied zu Dinocras cephalotes auf jedem Thoracalschild mit auffälligen gelben, charakteristisch gewundenen Flecken.

Vorkommen: Fließgewässer. Anspruchsvolle Art, organische Belastung durch Gülleeintrag o. ä. wird nicht vertragen (Sabrobienwert 1,2).

Häufigkeit: Unklar, da nur wenige Nachweise vorliegen. Jedenfalls seltener als Dinocras cephalotes.

Fundpunkte: 22.09.10: Zufluß der Fuelbecke Talsperre, 1 Expl.; 18.11.10: Brachtenbecke oberhalb Wendekreis, wenige Exemplare; 28.03.11, Steinwinkler Bach, 1 großes Expl.; Literatur: Lenne oberhalb Elektromark (FEY 1991).

 

3.2.5 Ensifera

Tettigoniidae

Großes Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima)

Das Große Grüne Heupferd ist die bei weitem auffälligste und größte, nicht aber die häufigste Ensiferenart des Altenaer Raumes. Seine Nahrung setzt sich aus unterschiedlichen tierischen und pflanzlichen Bestandteilen zusammen. Fundort: Kalksteinbruch Grünewiese, August 2007. Foto: Stephan Bürger.

Merkmale: Große Langfühlerschrecke mit meist hellgrüner Grundfarbe. Weibchen mit langem, geradem Legebohrer. Flügel bei Imagini die Hinterknie weit überragend.

Vorkommen: Kalk-Halbtrockenrasen, Säume, Extensivgründland, Hochstaudenfluren. Kann von dort aus auch in Gärten eindringen.

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: 2007-2009: Altena-Grünewiese, Kalk-Halbtrockenrasen in der Sohle des Kalksteinbruches, alljährlich einige Exemplare.

Hinweis: Die Art ist keineswegs ausschließlich carnivor, wie gelegentlich angenommen. Sie frißt auch weiche Pflanzenteile wie z.B. Brennesselblätter.

Roesels Beißschrecke (Metrioptera roeseli)

Roesels Beißschrecke zeigt eine auffällige, in diesem Falle hellgrüne Randung des Halsschildes. Fundort: Schauinsland bei Freiburg, 05.09.09. Foto: Andrè Mursch.

Merkmale: Mittelgroße Langfühlerschrecke, KL etwa bis 2cm. Ränder des tief nach unten gezogenen Halsschildes (Pronotums) auffällig weiß bis gelblich oder leuchtend hellgrün. Weiterhin Kopf und Rücken mit auffälligem braunen Deckstreifen.

Vorkommen: Extensivgrünland, Kalk-Halbtrockenrasen, Ruderalflächen, Säume, Gärten.

Häufigkeit: Häufig.

Fundpunkte: 2007-2009: Altena-Grünewiese, Kalk-Halbtrockenrasen in der Sohle des Kalksteinbruches, zahlreiche Exemplare; 2007: Extensivgrünland östlich Nettenscheid, 2008 in Weide umgewandelt, danach nicht mehr.

Gemeine Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera)

Die Gemeine Strauchschrecke ist die mit Abstand häufigste Langfühlerschreckenart des Altenaer Raumes. Sie hat in der jüngeren Vergangenheit vor allem durch die zahlreichen Windwurfflächen profitiert. Auf dem Foto ein Exemplar aus Süddeutschland. Fundort: Schauinsland bei Freiburg, Talstation, 05.09.09. Foto: Andrè Mursch.

Merkmale: Mittelgroße Langfühlerschrecke, jedoch deutlich robuster gebaut als M. roeseli. Pronotum nicht auffällig hell gerandet, Grundfarbe meistens bräunlich oder gelblich, kein auffällig abgesetzter Rückenstreifen. Bauch gelb. Flügel bei beiden Geschlechtern sehr kurz.

Vorkommen: Kahlschläge mit Brombeerbeständen, Feldgehölze, Ruderalflächen, Säume.

Häufigkeit: Häufig.

Fundpunkte (Beispiel): Oktober 2009: Waldgebiet zwischen Nettenscheid und Elverlingsen, mehrere rufende Expl. in Brombeerbestand an Forstwegböschung.

 

3.2.6 Caelifera

Tetrigidae

Gemeine Dornschrecke (Tetrix undulata)

Merkmale: Kleine Heuschreckenart, KL bis etwa 10mm. Grundfarbe panzergrau bis graubraun. Flügel kurz, Pronotum hinten zugespitzt, in der Regel das Abdomen jedoch nicht überragend.

Vorkommen: Kalk-Halbtrockenrasen, Extensivgrünland (?). Diese Art lebt sehr weit unten in der Vegetation verborgen und ist daher nicht ganz einfach nachzuweisen.

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: 2007-2009: Altena-Grünewiese, Kalk-Halbtrockenrasen in der Sohle des Kalksteinbruches, alljährlich einige Exemplare nachgewiesen.

 

Arcrididae

Gemeiner Grashüpfer (Corthippus parallelus)

Merkmale: Bis etwa 20mm lang werdender, grünlich bis bräunlicher Grashüpfer. Grundfarbe häufig allgemein grün mit braunem Streifen auf Kopf, Halsschild und Rücken. Halsschild ohne auffällige schwarz-weiße Streifen. Flügel der Weibchen verkürzt.

Vorkommen: Kalk-Halbtrockenrasen, Extensivgründland, Ruderalflächen, Säume, Schonungen, Gärten.

Häufigkeit: Sehr häufig.

 

3.2.7 Heteroptera

Nepidae

Wasserskorpion (Nepa cinerea)

Merkmale: Blattförmige, äusserst abgeflachte Wasserwanze mit kurzem Rüssel und langem Atemrohr. Vorderbeine zu Fangbeinen umgewandelt. Die Tiere sind schlechte Schwimmer und bewegen sich meist langsam in der Vegetation fort.

Vorkommen: Stehende und langsamfließende Gewässer.

Häufigkeit: Häufig.

Fundpunkte: 2009-2010: Lenne bei Einsal, wenige Expl; 2007-2009: Viehtränke Nähe Finkingsen, jährlich zahlreiche Individuen, 2010 Ablauf des Gewässers defekt; 2005: Lenneauen Einsal, mehrere Exemplare in Auwaldtümpel; Literatur: Lenne oberhalb Elektromark (FEY 1991).

 

Notonectidae

Rückenschwimmer, Wasserbiene (Notonecta glauca)

Merkmale: Typischer, bis ca. 16mm lang werdender Rückenschwimmer, der sich mit Hilfe seines zu Ruderbeinen umgewandelten Hinterbeinpaares ruckartig schwimmend fortbewegt. Rücken dachförmig, Bauch glatt, Augen rot. Rüssel kurz, kann damit schmerzhaft stechen. Flugfähig, Flügel ohne Einkerbungen.

Vorkommen: Langsamfließende und stehende Gewässer, gerne auch in Gartenteichen.

Häufigkeit: Häufig und nahezu in jedem geeigneten Gewässer des Untersuchungsraumes anzutreffen.

Fundpunkte: 2008-2010: Viehtränke bei Vogelhenne: Immer wieder einzelne Exemplare; 2007-2010: Viehtränke Nähe Finkingsen, großer Bestand, noch Anfang 2010, danach Ablauf des Gewässers defekt; März 2008: Quellstau Nähe Neuenhaus, Einzelexemplare.

 

Pentatomidae

Spitzling (Aelia acuminata)

Merkmale: Kompakt wirkende, bis etwa 1cm groß werdende Schildwanze, Kopf auffallend dreieckig, groß. Scutellum groß und langezogen spitz dreieckig. Grundfarbe schmutzig grün mit mehreren braunen Längsstreifen.

Vorkommen: Grünland, meist Mähwiesen. Lebt auf Gräsern und kann leicht beim Fang von Wiesenplankton nachgewiesen werden.

Häufigkeit: Häufig.

Grüne Stinkwanze (Palomena prasina)

Merkmale: Verhältnismäßig große grünliche oder braune Schildwanze. Kopf dreieckig und im Vergleich mit dem Pronotum rel. klein. Scutellum groß, langezogen spitz dreieckig, aber in der Mitte auf beiden Seiten jeweils leicht eingebuchtet.

Vorkommen: Grünland, Gärten, Säume und Feldgehölze.

Häufigkeit: Sehr häufig.

Fundpunkte (Beispiel): 2000-2010: Nettenscheid, Gartengelände, alljährlich einige Exemplare.

 

3.2.8 Coeloptera

Carabidae

Kleiner Puppenräuber (Calosoma inquisitor)

Merkmale: Großer, gedrungen wirkender Laufkäfer. Flügeldecken schwarz, längsgerillt und mit punktartigen Eindrücken. Halsschild (Pronotum) breiter als lang.

Vorkommen: Eichenreiche Wälder, Gärten. In seinem Vorkommen an das Vorhandensein ausreichender Mengen von Schmetterlingsraupen und -puppen gebunden.

Häufigkeit: Selten (?)

Fundpunkte: 21.05.2012: Nettenscheid, Hausgarten, 1 Expl. auf Fußmatte aufgefunden.

 

Lederlaufkäfer (Carabus coriaceus)

Lederlaufkäfer mit typischen Runzeln auf den Elytren. Fundort: Nettenscheid, 18.08.07. Foto: Stephan Bürger.

Merkmale: Größter Laufkäfer im Untersuchungsgebiet (Körperlänge bis 40mm!). Das gesamte Tier einfarbig schwarz, Elytren mit ruzeliger, lederartiger Maserung. Tarsenformel wie bei allen Laufkäfern 5,5,5.

Vorkommen: Rotbuchen-und Eichenwaldgesellschaften. Dort tagsüber unter Steinen, morschem Holz und Unrat zu finden. Nachts im Schein der Taschenlampe auf Forstwegen. Dringt gelegentlich auch in Gärten ein.

Häufigkeit: Zerstreut. Vermutlich nirgendwo wirklich häufig.

Fundpunkte (Auswahl): 25.09.10: Heidelbeer-Rotbuchenwald südlich Nettenscheid: 1 Expl. unter Steinen; 2006-2009: Grünewiese, Waldsaum nähe Kalksteinbruch, alljährlich einzelne Expl. unter Steinen und Holz; 2008-2010: Rotbuchenwald nähe Lanferschlade, alljährlich einzelne Exemplare unter Steinen und Altholz nachgewiesen; 18.08.2007: Nettenscheid, ein lebendes Exemplar früh morgens auf Asphaltweg beobachtet; 27.11.2010: Hallenscheid, Feuerlöschteich, Ein ertrunkenes Exemplar am Gewässergrund.

Goldglänzender Laufkäfer (Carabus auronitens)

Goldglänzender Laufkäfer auf einem Forstweg am Klosterberg bei Neuenrade. Die Art ist im Gegensatz zum verwandten Carabus auratus nachtaktiv und kann  gelegentlich im Schein der Taschenlampe auf Forstwegen angetroffen werden. Foto: Chr. Schwerdt, 08.04.11.

Merkmale: Bis etwa 30mm langer, auf den Elytren auffällig grünlich-golden glänzender Laufkäfer. Halsschild kupferfarben glänzend. Beine, Mandibeln, sowie die jeweils ersten Fühlerglieder rötlich.

Vorkommen: Rotbuchen- und Eichenwaldgesellschaften, Waldränder und Lichtungen. Tagsüber unter Steinen, Altholz und Unrat, nachts gelegentlich im Schein der Taschenlampe auf Forstwegen zu beobachten.

Häufigkeit: Montane, für das Sauerland typische Laufkäferart. Verbreitet, aber nie in hohen Individuendichten.

Fundpunkte (Auswahl): 2008-2010: Rotbuchenwald nähe Lanferschlade, alljährlich einzelne Exemplare unter Steinen und Altholz; 2010: Heimecke, Rand eines Forstweges, mehrfach einzelne Exemplare unter Totholz und am Boden liegender Rinde nachgewiesen; 08.04.11: Klosterberg, zwei Exemplare auf Forstweg, Nachtbegehung.

Goldlaufkäfer (Carabus auratus)

Der Goldlaufkäfer ist im Gegensatz zum verwandten Goldglänzenden Laufkäfer auch tagsüber anzutreffen. Fundort: Nettenscheid, Foto: Chr. Schwerdt, 08.05.2012.

Merkmale: Ähnlich Carbus auronitens, jedoch mit dunklen Längsrippen auf den Deckflügeln. Bei Carabus auratus sind außerdem die ersten vier, bei Caraubus auratus nur das erste Fühlerglied rot.

Vorkommen: Halboffene Landschaften, Siedlungsränder.

Häufigkeit: Selten (?)

Fundpunkte: 08.05.2012: Nettenscheid, asphaltierter Weg, 3 vagabundierende Exemplare.

Hainlaufkäfer (Carabus nemoralis)

Hainlaufkäfer. Fundort: Nettenscheid, 08.05.12. Foto: Chr. Schwerdt.

Merkmale: Mittelgroßer Laufkäfer (bis 25mm Kl). Grundfarbe schwarz, Ränder von Pronotum und Elytren violett oder bläulich glänzend. Elytren gerippt, einige Rippen durch typische flache Gruben unterbrochen. Nie mit runzeliger Maserung.

Vorkommen: Waldränder, Säume, extensiv genutzte Wiesen.

Häufigkeit: Zerstreut.

Fundpunkte: 09.05.09: Grünewiese, Halbtrockenrasen in Steinbruchsohle, 1 Expl. bei naturkundlicher Exkursion unter Stein aufgefunden; 30. & 31.03.11: Steinwinkel, Siepentälchen, jeweils ein Exemplar an verschiedenen Stellen bei Nachgbegehungen festgestellt; 09.05.12: Nettenscheid, Siedlungsrand, nachts im Schein der Taschenlampe 1 Expl. auf gepflastertem Weg nachgewiesen.

Kleiner Kettenlaufkäfer (Carabus problematicus)


Merkmale: Großer, bis knapp 30 mm lang werdender Laufkäfer. Grundfarbe schwarz, insbesondere am Halsschild (Pronotum) mit metallisch blauem Glanz überzogen. Elytren längsgerippt, zwischen den Längsrippen auf jeder Seite einige typische "Kettenreihen".

Vorkommen: Laubwälder, Forstwegsäume und Böschungen.

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: 23.08.11: Heimecke, Forstwegsaum, 1 Exemplar unter abgeplatztem Asphalt; 24.08.11; Haunert, Traubeneichenwald, 1 Expl. unter morschem Holz; 13.09.11: Heimecke, Forstwegböschung, 1 Expl. unter einem Stein aufgefunden.

Schmaler Schaufelläufer (Cychrus attenuatus)

Merkmale: Robuster Laufkäfer mit Kettenstreifen auf den Elytren. Die Art zeigt einen auffälligen, bronzefarbigen Glanz. Kopf langezogen (C. attenuatus) lebt teilweise von Schnecken und dringt mit seinem langgezogenen Kopf in deren Gehäuse ein).

Vorkommen: Laubwälder, Forstwegböschungen.

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: 28.05.2012: Heimecke, Forstwegböschung: 1 Expl. unter Stein aufgefunden.

Dammläufer (Nebria spec.)

Merkmale: Artengruppe. Einzelne Vertreter nur schwer bestimmbar. Allgemein mit herzförmigem Halsschild und längsgefurchten Elytren. Beine ab der Tibia braun.

Vorkommen: Auwälder und Schwarzerlen-Galeriewälder auf braunen Auenböden. Dort tagsüber besonders unter Steinen und Altholz nachzuweisen.

Häufigkeit: Häufig, bei un offenbar weitgehend auf Tallagen beschränkt.

Fundpunkte: 2005-2010: Lenneauen Einsal, jährlich sehr zahlreich unter Steinen; 31.05.11: Steinwinkel, Nachtexkursion jeweils 1 Exemplar auf Forstweg bzw. Forstwegböschung.

Metallfarbener Grabkäfer, Metallischer Grabkäfer (Pterostichus metallicus)

Merkmale: Mittelgroßer Laufkäfer. Pronotum und Elytren metallisch schimmernd. Elytren glatt, ohne Furchung. Pronotum am Übergang zu den Elytren eingeschnürt.

Vorkommen: Sylvicole (waldliebende) Art. Hainsimsen-Rotbuchenwälder, Traubeneichen-Birkenwälder, Forstwegsböschungen.

Häufigkeit: Zerstreut.

Fundpunkte (Beispiel): 20.05.11: Nettenscheid, Forstwegböschung, 1 Expl.

Gemeiner Grabkäfer (Pterostichus melanarius)

Die Tarsen des Gemeinen Grabkäfers sind unterseits deutlich behaart. Dies unterscheidet ihn vom verwandten Großen Grabkäfer Pterostichus niger. Foto: Chr. Schwerdt, 19.08.11.

Merkmale: Mittelgroßer Laufkäfer. Körper fast vollständig schwarz, nur die Enden der Fühler und die Tarsen rotbraun. Elytren mit deutlichen Längsrillen. Tarsen unterseits behaart.

Vorkommen: Wälder, Waldränder, Forstwegsaum.

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: 19.08.11: Forstwegsaum zwischen Heimecke und Schreck, 1 Expl. unter Totholz; 24.08.11, Haunert, Lärchenforst, 2 Expl. unter einem abgestorbenem Baumstamm.

Großer Breitkäfer (Abax parallelepipedus)

Der große Breitkäfer ist eine für das Sauerland typische Laufkäferart. Beachte das auffällige, verbreiterte Pronotum, welchem die Art ihren Namen zu verdanken hat. Fundort: Buchenwald südlich Nettenscheid, Mai 2005. Foto: Chr. Schwerdt.

Merkmale: Schwarzer, mittelgroßer Laufkäfer. Elytren mit deutlichen Längsrillen. Halsschild (Pronotum) sehr breit und mit insgesamt vier typischen Gruben sowie einer Rille in der Mitte.

Vorkommen: Montanzeiger und Waldbewohner. Rotbuchen- und Eichenwaldgesellschaften, Forstwegböschungen. Tagsüber unter Steinen, Altholz, Rinden und Unrat zu finden, nachts gelegentlich ausserhalb seiner Verstecke.

Häufigkeit: Typische sauerländische Laufkäferart. In geeigneten Waldhabitaten nicht selten.

Fundpunkte (Auswahl): 2008-2010: Rotbuchenwald nähe Lanferschlade, regelmäßig einzelne Exemplare unter Steinen und Altholz; 2008-2010: Artenreicher Hainsimsen-Rotbuchenwald mit Bacheinschnitt Nähe Einsaler Walzwerke, regelmäßig einzelne Exemplare unter Steinen, Altholz und Mauerresten.

 

Dytiscidae

Gemeiner Schnellschwimmer (Agabus cf bipustulatus)

Merkmale: Artenreiche Schwimmkäfergattung mit vielen schwer unterscheidbaren Vertretern. Die hier genannte Art ist im Sauerland die allgemein häufigste. Sie ist oval und besitzt eine einförmig schwarze oder sehr dunkelbraune, stets glänzende Grundfärbung. Die Beine sind rötlichbraun, das dritte Beinpaar ist stark beborstet. Die Tiere sind ausserordentlich geschickte Schwimmer, welche mit den Hinterbeinen ruckartige Bewegungen ausführen und von Zeit zu Zeit auftauchen, um Luft zu holen.

Vorkommen: Viehtränken und Löschteiche mit Quell- oder Bachwasserzufuhr, Gartenteiche. Ehedem auch wassergefüllte Wagenspuren auf Forstwegen.

Häufigkeit: Häufig.

Fundpunkte (Auswahl): 27.11.10.: Viehtränke bei Vogelhenne, 1 aktives Exemplar (Wassertemperatur 7,8°C, Aussentemperatur -3 °C; 2008-2010: Nettenscheid, Gartengelände, jeweils einige Exemplare sommers in kleinem Gartenteich nachgewiesen; Literatur: "Sehr häufig in stehenden Gewässern, meidet nur zu warmes Wasser" (DREES 1994).

Hinweis: Die Familie der Dytiscidaen scheint im Untersuchungsgebiet recht artenarm. Größere, auffällige Arten wie Dytiscus marginalis konnten bisher nicht aufgefunden werden, obwohl bei allen Bestandsnachweisen darauf geachtet wurde. Altnachweise sind mir nicht bekannt.

 

Staphylinidae

Großer Schwarzer Moderkurzflügler Ocypus (Staphylinus) olens

Merkmale: Sehr großer Kurzflügelkäfer mit familientypisch verkürzten, gerade abgestutzten Elytren. Grundfarbe schwarz, Hinterleibsglieder leicht glänzend. Kopf und Mandibeln sehr kräftig. Der Käfer kann bei Gefahr seinen Hinterleib aufstellen und kräftig zwicken.

Vorkommen: Wälder, Waldränder und Grünland mit eingestreuten Feldgehölzen. Gelegentlich auch in Gärten. Tagsüber versteckt, kann man die Käfer im Hochsommer zuweilen bereits in der Abenddämmerung dabei beobachten, wie sie hektisch Feld-und Forstwege überqueren.

Häufigkeit: häufig.

 

Silphidae

Schwarzer Schneckenjäger (Phosphuga atrata)

Merkmale: Ovaler, bis 15mm lang werdender Käfer mit schmalem, auffallend vorspringendem Kopf. Dieser ermöglicht es dem Schneckenjäger, in geschlossene Schneckenhäuser einzudringen. Grundfarbe schwarz. Elytren mit jeweils drei flachen Längsrippen.

Vorkommen: Basenreiche Wälder und Säume. Vermutlich auf Vorkommen kleiner Gehäuseschnecken angewiesen.

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: 2005-2010: Stieleichen-Hainbuchenwald östlich Einsaler Walzwerke, alljährlich einzelne Exemplare unter Totholz oder Schutt nachgewiesen.

 

Chrysomelidae

Weidenblattkäfer (Melasoma vigintipunctata)

Der Weidenblattkäfer ist in den Lenneauen von April bis Mai zuweilen massenhaft anzutreffen. Aufgrund seiner auffälligen Zeichnung ist er relativ gut nachweisbar. Fundort: Lenneauen bei Einsal, April 2007. Foto: Stephan Bürger.

Merkmale: Bis 9mm lang werdender, auffälliger Käfer. Fühlerglieder blattkäfertypisch relativ gleichartig. Elytren leuchtend gelb bis rötlich, jede mit 10 schwarzen Flecken. Pronotum (Halsschild) einfarbig schwarz.

Vorkommen: Mit Weiden und Erlen bestandene Ufer größerer Fließgewässer.

Häufigkeit: Vorwiegend im Lennetal. Dort alllgemein häufig und jahrweise massenhaft.

 

Scarabaeidae

Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola)

Merkmale: Kleiner Blatthornkäfer mit metallisch-grünglänzendem Halsschild und nußbraunen, fein gerillten Elytren. Der ganze Körper bei jüngeren Exemplaren stark behaart. Fühler mit familientypischer Blätterkäule, die sich aus drei Lamellen zusammensetzt.

Vorkommen: Waldränder, Feldgehölze, Gärten und Parks. Die Käfer sind vor allem im Juni gerne auf Hasel, Heckenrosen oder den Blütendolden von Apiaceaen zu finden. Larven kann man gelegentlich bei Gartenarbeiten aufstöbern, sie leben unspezifisch von verschiedenen Pflanzenwurzeln.

Häufigkeit: Häufig.

Feld-Maikäfer, Schornsteinfeger (Melolontha melolontha)

Der Feldmaikäfer ist im Märkischen Sauerland selten und meistens nur noch dort anzutreffen, wo sich größere Laubwaldbestände, vor allem mit Eichen, erhalten haben. Fundort: Nettenscheid. Foto: Chr. Schwerdt, Mai 2005.

Weiteres Exemplar des Feld-Maikäfers. Fundort: Nettenscheid, Vorgarten, 09.05.2012.

Merkmale: Äusserst stattlicher, großer Blatthornkäfer mit nußbraunen Elytren. Jede Elytre mit vier Furchen. Fühler groß und mit typische Blätterkäule, welche beim Männchen aus sieben, beim Weibchen hingegen aus sechs Lamellen zusammengesetzt ist. Hinterleib der Männchen in einem spitzen Fortsatz auslaufend.

Vorkommen: Vorwiegend Eichenwälder bzw ehemalige Niederwälder. Gelegentlich auch in (aufgegebenen) Gärten. Die Imagini fliegen von Mai bis Anfang Juni und dringen nicht selten in Siedlungen ein, da sie durch Lichtquellen angelockt werden.

Häufigkeit: Selten. Von Maikäferplagen, welche gelegentlich noch in Süddeutschland auftreten, kann im Untersuchungsraum keine Rede sein.

Fundpunkte: 2005-2012: Nettenscheid, Siedlung, z.B.: Mai 2005: 2 Exemplare nachts unter einer Strassenlaterne, 2009 und 2010 jeweils ein totes Exemplar, 09.05.12: 2 Exemplare nachts unter einer Strassenlaterne bzw. in einem Vorgarten; 2005-2012: Südstrasse, Altena, immer wieder wenige lebende und tote Exemplare an/unter Strassenlaternen, z. B. 12.05.12: 1 Expl..

 

Lucanidae

Kopfhornschröter (Sinodendron cylindricum)

Merkmale: Kleiner Schröter (KL bis 16mm). Ganzer Körper stark glänzend schwarz, Elytren fein punktiert. Männchen auf dem Kopf mit rel. großem, Weibchen mit kleinerem Horn. Halsschild besonders beim Männchen jeweils rechts und links mit deutlicher Furche.

Vorkommen: Rotbuchen- und Eichenwaldgesellschaften. Dringt gelegentlich auch tagsüber in Gärten oder sogar in Gebäude ein.

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: 05.06.10: Nettenscheid, 0,1 Exemplar vormittags an einer Garagenwand aufgefunden.

 

Cerambycidae

Roter Halsbock (Leptura rubra)

Diesen Roten Halsbock konnte ich am 13.07.10 in unserer Wassertonne auffinden. Fundort: Nettenscheid. Foto: Chr. Schwerdt.

Merkmale: Mittelgroßer Bockkäfer mit einer KL von bis zu 20mm. Elytren und Pronotum beim Weibchen ziegelrot, beim Männchen ockergelb. Kopf in der Regel schwarz, selten, vor allem bei Männchen dunkelgrau.

Vorkommen: Apiaceaenreiches Extensivgrünland, Ruderalflächen, Säume. Gerne auf Doldenblütlern wie Wiesen-Bärenklau.

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: 13.07.10: Nettenscheid, Gartengelände, 0,1 Expl. in Wassertonne aufgefunden; 23.08.11: Nettenscheid, Gartengelände: 1,0 an der Wand eines Geräteschuppens.

 

3.2.9 Lepidoptera

Geometridae

Holunderspanner oder Nachtschwalbenschwanz (Ourapteryx sambucaria)

Der Holunderspanner trägt seinen zweiten Namen Nachtschwalbenschwanz zurecht. Er ist sicher einer der schönsten heimischen Nachtfalter. Fundort: Altena, Südstrasse, Hauswand. Foto: Chr. Schwerdt, 02.07.2013.

Merkmale: Relativ großer Spanner mit bis zu 50 mm Flügelspannweite. Vorder- und Hinterflügel gelb bis gelbgrün. Vorderflügel mit jeweils zwei charakteristischen braunen Querbinden, von denen sich eine bis auf die Hinterflügel fortsetzt. Hinterflügel mit schwanzartig verlängerten Spitzen.

Vorkommen: Flugzeit der Falter von Ende Mai bis August. Zu den Futterpflanzen der Raupen vgl. unten.

Häufigkeit: Unklar, da es an Fundpunkten fehlt. Die Futterpflanzen der Raupen, u. a. Holunderarten (Gattung Sambucus) und Efeu (Hedera helix) sind im Untersuchungsraum allerdings häufig vertreten.

Fundpunkte: 02.07.2013: Altena, Südstrasse, Hauswand, ein Exemplar.

 

Sphingidae

Nachtkerzenschwärmer (Proserpinus proserpina)

Große Raupe des Nachtkerzenschwärmers (Proserpinus proserpina). Fundort: Nettenscheid, Ruderalfläche, 31.07.2011.

Merkmale: Mittelgroßer Nachtfalter mit ca. 40 mm Spannweite. Hinterer Rand der Vorderflügel gezackt. Hinterflügel auffällig gelb bis gelborange und mit schwarzem Rand. Große Raupen oben braunschwarz, auf der Unterseite dagegen rosa. Junge Raupen grün.

Vorkommen: Die Raupen sind hinsichtlich ihres Vorkommens an Nachtkerzengewächse (Onagraceae) gebunden.

Häufigkeit: ? Die oben abgebildete Raupe ist bisher das einzige im Untersuchungsraum nachgewiesene Exemplar, dass dem Autor bekannt ist. Da mit dem Schmalblättrigen Weidenröschen (Epilobium angustifolium) immerhin eine Futterpflanze des Nachtkerzenschwärmers im Gebiet häufig ist, ist sein regelmäßiges Vorkommen immerhin möglich.

Fundpunkte: 31.07.2011: Nettenscheid, Ruderalfläche mit Vorkommen der Gemeinen Nachtkerze (Oenothere biennis), eine größere Raupe. Die Nachtkerzen haben der Raupe wahrscheinlich als Nahrungspflanze gedient.

Kleiner Weinschwärmer (Deilephila porcellus)

Kleiner Weinschwärmer. Foto: Chr. Schwerdt, 10.05.11.

Merkmale: Großer Schwärmer mit bis zu 45 mm Spannweite. Vorderflügel oliv bis bräunlich mit auffällig pinkfarbenen Außenrändern. Thorax weitgehend pink, Abdomen mittig oliv bis bräunlich, an den Rändern ebenfalls pink. Beine und Fühler weiß.

Vorkommen: Raupe auf Labkräutern (Zum Beispiel Galium verum). Falter nachtaktiv und gelegentlich im Schein von Lampen zu sehen.

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: 10.05.11: Nettenscheid, ein Expl. an Hauswand im Schein der Terassenbeleuchtung.

 

Noctuidae

Dreizack-Graseule (Cerapteryx graminis)

Dreizack-Graseule mit hellen, nierenartigen Flügelmalen. Diese Art ist in ihrer Zeichnung sehr variabel. Fundort: Nettenscheid, beleuchtete Hauswand. Foto: Chr. Schwerdt, 19.07.2013.

Merkmale: Eulenfalter von variabler Größe und variablem Erscheinungsbild. Spannweite bis 38 mm, meist jedoch kleiner. Grundfarbe der Vorderflügel graubraun bis rotbraun. Vorderflügel mit charakterstischen Malen, welche an Nieren oder an einen Dreizack erinnern.

Vorkommen: Die Falter sind von Juli bis September anzutreffen und werden von Lichtquellen angelockt. Die Raupen leben von den Wurzeln verschiedener Gräser.

Häufigkeit: ?

Fundpunkte: 19.07.2013: Nettenscheid, beleuchtete Hauswand, ein Exemplar.

Gammaeule (Autographa gamma)

Gammaeule an einer beleuchteten Hauswand. Die Art wird wie viele Nachtfalter von Lichtquellen angelockt. Beachte das helle, typische Flügelmal, welches einem Gamma (γ) aus dem griechischen Alphabet ähnelt. Fundort: Nettenscheid, beleuchtete Hauswand, 26.07.2013. Foto: Chr. Schwerdt.

Merkmale: Mittelgroßer Eulenfalter mit einer Flügelspannweite von bis zu 40 mm. Grundfarbe grau bis braun. Vorderflügel mit hellem Mal, dass dem Zeichen Gamma aus dem griechischen Alphabet ähnelt (vgl. Bild). Kopf und Thorax wie bei allen Eulenfaltern vergleichsweise stark behaart.

Vorkommen: Falter mit mehreren Generationen vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. Sind auch in Gärten und werden von Lichtquellen angelockt. Die Raupen sind Nahrungsgeneralisten, was bedeutet, dass sie verschiedene, z.T. häufige Pflanzenarten als Nahrungspflanzen vertilgen.

Häufigkeit: häufig

Fundpunkte: Juli 2013: Nettenscheid, Hausgarten, bis zu 5 Exemplare an Lavendel (Lavandula angustifolia) und beleuchteter Hauswand.

Hausmutter, Große Hausmutter (Noctua pronuba)

Hausmutter an einer beleuchteten Hauswand. Beachte die auffälligen Hinterflügel mit einer schwarzen Binde auf gelbem Grund. Fundort: Nettenscheid, Hausgarten, 26.07.2014. Foto: Chr. Schwerdt.

Die Raupe der Hausmutter gehört zu den großwüchsigen und relativ auffälligen Nachtfalterraupen. Fundort: Nettenscheid, Hausgarten, 02.05.2013.

Merkmale: Relativ großer Nachtfalter mit bis zu 6 cm Spannweite. Vorderflügel meist bräunlich oder graubräunlich, seltener dunkelbraun bis schwarz. Hinterflügel auffällig gelb mit typischer, dunkelbrauner bis schwarzer Bindenzeichnung. Raupen bis 5 cm lang und auffällig gelb oder hellgrün mit schwarzen Längsbalken auf jedem Abdominalsegment.

Vorkommen: Siedlungen mit naturnahen oder wenig gepflegten Gärten. Der erwachsene Falter fliegt von Juni bis in den Herbst hinein. Da die Falter von Licht angelockt werden, dringen sie häufig nachts durch geöffnete Fenster in Wohnräume ein.

Häufigkeit: Die Art gilt gemeinhin als verbreitet und häufig (Dr. André Mursch, Ruhr-Universität Bochum, schriftliche Mitteilung). Konkrete Angaben für das Südwestfälische Bergland sind mir bisher nicht bekannt.

Fundpunkte: 02.05.2013: Nettenscheid, Hausgarten, eine größere Raupe an einer Schlüsselblume (Primula elatior); 26.07.2014, Nettenscheid, Hausgarten, ein Expl. an Hauswand.

 

3.3 Mollusca

3.3.1: Basomatophora

Lymnaeidae

Eiförmige Schlammschnecke (Radix ovata)

Merkmale: Relativ große Wasserlungenschnecke mit rechtsgewundenem, eiförmigem, äusserst dünnwandigem und zerbrechlichem Gehäuse. Mündung des Gehäuses nach oben hin zugespitzt.

Vorkommen: Größere Fließgewässer mit einem gewissen organischem Belastungsgrad (Weidegänger). Gelegentlich in Gartenteiche verschleppt.

Häufigkeit: Häufig im Lennetal. Fehlt in kleineren, schnellfließenden Bächen.

Fundpunkte (Auswahl): 2009-2010: Lenne bei Einsal, zahlreiche Exemplare; Juni 2010: Lenne bei Altenaer Wehr: viele Individuen zwischen und auf Steinen, den Algenfilm abweidend; 2008-2010: Nettenscheid, Gartenteich, mehrere Individuen; Literatur: Lenne zwischen Altena und Werdohl (FEY 1991).

Spitzschlammschnecke (Lymnaea stagnalis)

Merkmale: Große bis sehr große Wasserlungenschnecke (Gehäusehöhe in Ausnahmefällen bis 7cm). Bräunliches Gehäuse rechtsgewunden, spitz zulaufend, unterster Umgang stark bauchig.

Vorkommen: Größere stehende und langsam fließende Gewässer.

Häufigkeit: Im Lennetal stellenweise häufig.

Fundpunkte (Beispiel): 2004-2010: Folienteich Nähe Einsaler Walzwerke, individuenreicher Bestand.

 

Planorbidae

Flußmützenschnecke (Ancylus fluviatilis)

Merkmale: Ungewöhnliche Wasserlungenschnecke mit einem napfförmigen Haus, dessen Spitze nach hinten gebogen ist. Im Untersuchungsraum praktisch unverwechselbar.

Vorkommen: Größere Fließgewässer.

Häufigkeit: Zerstreut, meist nicht in großer Zahl anzutreffen.

Fundpunkte (Auswahl): 2009-2010: Zufluß der Fuelbecke-Talsperre, Mühlenrahmede, immer wieder einzelne Gehäuse bei faunistischen Geländeübungen nachgewiesen; 05.04.10: Mühlenbach, Mühlenrahmede, zwei Exemplare auf bzw. unter einem Stein.

Posthornschnecke (Planorbarius corneus)

Merkmale: Große Wasserschnecke mit tellerförmigem, bis 4cm hohem Gehäuse. Die Schnecke besitzt als Besonderheit hämoglobinhaltiges Blut, ihr Fuß ist daher typischerweise rot.

Vorkommen: Phytal Größerer Fließgewässer. Ausserhalb des Untersuchungsraumes auch in stehenden Gewässern.

Häufigkeit: Die Art ist im Altenaer Raum offenbar auf das Lennetal beschränkt, dort jedoch nicht selten.

 

3.3.2 Stylomatophora

Succineidae

Gemeine Bernsteinschnecke (Succinea pustris)

Merkmale: Auffällige Landlungenschnecke mittlerer Größe (Gehäusehöhe bis über 20mm). Gehäuse weiterhin eiförmig, bernsteinfarben und sehr zerbrechlich.

Vorkommen: Mit Schwarzerlen-Galeriewäldern oder Hochstaudenfluren bewachsene Gewässerufer. Häufig an Pestwurz (Petasites hybridus), Huflattich (Tussilago farfara) oder Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum). Schalen der Art fallen häufig ins Wasser, sie ist jedoch eine Landschnecke und daher ausschließlich in Gewässernähe anzutreffen!

Häufigkeit: Häufig entlang von größeren Gewässern.

Fundpunkte: 2004-2010: Lenneauen von Pragpaul bis auf Höhe Finkingsen, zahlreich; 2010: Pestwurzbestand in der Nähe der Fuelbecke-Talsperre, einige Exemplare.

 

Clausilidae

Gemeine Schließmundschnecke (Balea biplicata)

Dieses große Exemplar von Balea biplicata zeigt auf jedem Umgang seines Gehäuses deutlich die für diese Art typischen Rippen. Darüber hinaus muß man die Art allerdings noch durch Mündungsmerkmale ansprechen, welche die einschlägigen Bestimmungsbücher (z.B. BROHMER) kennen. Fundort: Nettenscheid, 03.08.10. Foto: Chr. Schwerdt.

Merkmale: Zierliche aber auffällige Schnecke mit turmförmigem, linksgewundenem und bis etwa 20mm hohem Gehäuse. Alle bis zu 12 Windungen regelmäßig gerippt. Mündung oberseits mit auffälliger Einfaltung und zudem familientypisch mit dem Clausilium, einem kleinen Kalkplättchen, verschließbar.

Vorkommen: Schwarzerlen-Galeriewälder in Gewässernähe, zuweilen auch in Gärten.

Häufigkeit: Insgesamt zerstreut, doch an manchen Stellen massenhaft. Gerne auf Schwarzerlen sowie flachen Steinen.

Fundpunkte: 2004-2010: Lenneauen bei Einsal, massenhaft an Schwarzerlen; 2009-2010: Nettenscheid, Gartengelände, zahlreiche Exemplare.

 

Helicidae

Weinbergschnecke (Helix pomatia)

Merkmale: Größte Gehäuseschnecke des Untersuchungsraumes. Der Fuß alter Exemplare kann ausgestreckt bis 10cm lang werden. Gehäuse in der Regel rechtsgewunden, kugelig, weißlich bis bräunlich und mit zahlreichen Rippenstreifen.

Vorkommen: kalkgebunden, d.h. auf Kalklinsen, Anreicherungshorizonten in der Nähe größerer Gewässer, auf Schuttkippen oder in Gärten.

Häufigkeit: Zerstreut, stellenweise zahlreich.

Fundpunkte (Auswahl): 1997-2009: Nettenscheid, mit Fallopia bewachsene Schuttkippe, individuenreicher Bestand; 2007-2010: Nettenscheid, Gartengelände, alljährlich mehrere Exemplare nachgewiesen; 2004: Schwarzerlen-Bruchwald nähe Einsaler Walzwerke, viele Expl., Habitat 2007 zerstört.

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 07. September 2015 um 19:39 Uhr