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Start Unser Wald an der Schule

Unser Wald nördlich der Schule

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Schutzwürdiges Gebiet in Eringerfeld - Walduntersuchung

Potenzielle Naturschutzgebiete können dadurch erkannt werden, dass der Wald abwechslungsreich aufgebaut ist und aus fünf Schichten besteht: der Moos-, Kraut-, Strauch-, zweiten und ersten Baumschicht. Das alle fünf Schichten vorhanden sind, zeugt von großer Artenvielfalt in Bezug auf die Flora und Fauna. Je mehr Schichten vorhanden sind, desto größer ist die Vielfalt.

Der Wald, der sich hinter dem Gymnasium Eringerfeld befindet, beinhaltet alle fünf Schichten und beherbergt eine dementsprechend sehr große Floren- und Faunenvielfalt.

Exkursion in den Wald nördlich der Schule. Wir haben den Wald auf Tiere und Pflanzen untersucht, sind dabei aber sehr vorsichtig gewesen und haben darauf geachtet, seine Bewohner nicht erheblich zu stören. Foto: Forscher-AG.

Unter Betrachtung des Waldes fallen in der ersten Baumschicht zunächst die Rotbuchen auf, die eindeutig überwiegend vorliegen. Dies setzt die einzige Begrenzung in der Vielfalt, da das dichte Blattwerk der Rotbuchen nur wenig Sonnenlicht durchlässt. Dennoch ist auch eine relativ große Anzahl an anderen Baumarten zu finden. So liegen Stieleichen und Eschen verhältnismäßig häufig vor. Auf Grund der Entsorgung von Tierexkrementen im Wald durch den Menschen wächst zudem auch überraschenderweise Sommerlinde. Somit wird die Artenvielfalt in der ersten Baumschicht sogar weitreichender.

In der zweiten Baumschicht liegen neben den „Haselnussbäumen“ auch Feld- und Spitzahorn vor, welche besonders in Europa immer seltener werden.

Auch in der Strauchschicht liegen bereits erwähnte Bäume vor, sowie Rotbuchen oder Feldahorn. Auch das Auftreten der Haselnusssträucher fällt auf.

Viel auffälliger ist jedoch die Pflanzenvielfalt in der Kraut- und Moosschicht. Waldmeister, Lungenkraut, Riesenboviste, … Dies sind nur einige Beispiele der weitreichenden Flora des nördlichen Waldes von Eringerfeld.

Der Riesenbovist ist einer der bemerkenswerten Pilze im Eringerfelder Wald.

Allerdings zeichnen sich besondere Gebiete nicht nur durch ihre Flora aus, sondern sie sollten auch eine bemerkenswerte Fauna besitzen. Der Eringerfelder Wald-Nord beherbergt auch ein breites Spektrum an Tieren.

Neben einigen größeren Tieren wie Feuersalamander und Bergmolchen sind vor allem interessante Insekten und andere Kleintiere zu finden. Darunter einige weniger besondere wie Mauerasseln, Tausendfüßler oder Wegschnecken, aber auch seltene Exemplare wie Lederlaufkäfer und blauviolette Laufkäfer.

Der Bergmolch zählt zu den bemerkenswerten Tieren des Waldes nördlich der Schule in Eringerfeld.

Eine besondere Entdeckung der jungen Forschergruppe des Gymnasium Eringerfelds war neben dem Lederlaufkäfer vor allem ein orangenfarbener Feuersalamander mit schwarzen Flecken, was äußerst selten ist.

Besonders hervorzuheben ist bei dieser Forschung, dass die Untersuchungen im Herbst durchgeführt wurden. Das heißt es ist davon auszugehen, dass der Eringerfelder Wald Nord vermutlich insbesondere in der Kraut- und Moosschicht ein höheres Potenzial besitzt. Solche Gebiete müssen mit ihrer Vielfältigkeit auch folgenden Generationen gegönnt werden und somit geschützt und gesichert.

Um das wahre Potenzial des Waldes Eringerfeld-Nord zu erfassen und Frühblüher zu untersuchen, ist im Frühling eine weitere Exkursion geplant.

 

Yusuf Uysal, Hacerül Esen, Zehra Örenbas, Hüda Örenbas, Nisa Melike Teke, Ramazan Özcan, Yusuf Erbay und die Forscher-Ag Gymnasium Eringerfeld - Dr. Mehmet Özer

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 28. April 2016 um 22:05 Uhr